Wer war Ivana Hoffmann?

Ivana

Ivana Hoffmann ist am 1. September 1995 in Emmerich geboren.

Sie wurde am 7. März 2015 im Alter von 19 Jahren in Tel Timir von den Terroristen des IS ermordet. Sie starb als mutige Internationalistin, als Freiheitskämpferin und ist für viele heute schon ein Zeichen der Hoffnung.

Familie und Kindheit

Ivana Hoffmann war ein aufgewecktes lebhaftes Mädchen. Ihre Mutter ist Deutsche, ihr Vater stammt aus Togo. Ivana hatte insgesamt 12 Geschwister und Halbgeschwister.

In Emmerich war sie im Fußballverein aktiv. Sie liebte es Musik zu machen, zu singen und zu tanzen. Sie war ein sehr beliebter Mensch und hatte viele Freunde. Bis sie nach Rojava ging lebte sie in Duisburg-Meiderich.

Politischer Werdegang

Ivana lernte 2009 die „Bildungsstreik“-Bewegung in Duisburg kennen und wurde in diesem Zuge zum ersten Mal politisch aktiv. Sie zog alle mit ihrem Lachen und ihrer offenen Art so sehr in den Bann, dass sie zur Pressesprecherin gewählt wurde. Durch ihre empathische und partizipative Art konnte sie viele Schüler mobilisieren.

In Jahr 2011 kam unsere Genossin Ivana Hoffmann das erste Mal in den AGIF-Verein in Duisburg Meiderich. Dort lernte sie Young Struggle kennen, sie hat Aufgaben übernommen und begann sich zu organisieren.

Sie begann sich gegen Missstände und Ungerechtigkeit aktiv einzusetzen, organisierte den Bildungsstreik in Duisburg und nahm an zahlreichen Aktionen wie dem Revolutionären 1. Mai, den Blockupy-Protesten, antifaschistischen Demonstrationen und Aktionen gegen Frauenunterdückung und Sozialkahlschlag teil oder organisierte diese mit. Sie beteiligte sich an Aktionen für die Freiheit von politischen Gefangenen und nahm 2012 an einem Hungerstreik für Gefangen der PKK teil. Auch der Klassenkampf interessierte sie zunehmend und sie organisierte sich in der Jugend der Marxistischen Leninistischen Kommunistischen Partei (MLKP) der Türkei/ Kurdistan, der KGÖ (Kommunistische Jugendorganisation). Im Sommer 2013 beteiligte sie sich an einer Delegation, die an einem politischen Jugendcamp und verschiedenen Demonstrationen in der Türkei teilnahm.

Ivana Hoffmann entwickelte sich sehr schnell und übernahm rasch und selbstständig organisatorische Aufgaben in der Jugend Organisation. Sie organisierte Aktionen, Demonstrationen, Jugendcamps und politische Vorträge.

Im Frühjahr 2014 ging Ivana nach Rojava um dort gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort gegen die religiös-faschistischen Banden des IS zu kämpfen und die Bevölkerung vor weiteren Massakern, Mord und Vergewaltigungen zu schützen.

In einem Video der türkisch/kurdischen Nachrichtenagentur ETHA (Etkin Haber Ajansi) meldete sich Ivana Hoffmann Ende Januar das erste mal aus Rojava und erklärt ihre Beweggründe. In Rojava war sie Teil einer Einheit internationaler Kämpfer aus verschiedenen Ländern Europas die in den Reihen der MLKP gegen den IS kämpfen.